Deutscher Investmentmarkt für Wohnimmobilien: Zahl der Transaktionen steigt, während der Markt kleinteilig bleibt

Emittent / Herausgeber: Savills Immobilien Beratungs-GmbH / Schlagwort(e): Research Update/Immobilien
Deutscher Investmentmarkt für Wohnimmobilien: Zahl der Transaktionen steigt, während der Markt kleinteilig bleibt

06.07.2026 / 08:31 CET/CEST
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 Deutscher Investmentmarkt für Wohnimmobilien: Zahl der Transaktionen steigt, während der Markt kleinteilig bleibt

Im 1. Halbjahr 2026 belief sich das Transaktionsvolumen mit Wohnimmobilien laut Savills auf rund 3,8 Mrd. Euro*. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging das Transaktionsvolumen um 5 % zurück. Savills hat rund 110 Transaktionen registriert, was einem Anstieg um 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Spitzenrendite blieb stabil bei 3,6 % und entsprach damit auch ihrem Vorjahreswert.

Marco Högl, Director und Head of Residential Capital Markets bei Savills in Deutschland, kommentiert das Marktgeschehen wie folgt: „Der Wohninvestmentmarkt präsentierte sich im ersten Halbjahr überwiegend kleinteilig. Während das Transaktionsvolumen leicht unter dem Vorjahresniveau lag, war die Zahl der Abschlüsse um ein Fünftel höher. Insbesondere im kleineren und mittleren Segment treffen Objekte auf eine robuste Nachfrage, während Investoren im dreistelligen Millionenbereich weiterhin sehr selektiv agieren. Im Fokus stehen vor allem solide Bestandsobjekte, wobei zunehmend Kapital für Core-Plus-Strategien verfügbar ist. Auch einfachere Bestände mit Kaufpreisen von deutlich unter 1.500 Euro je m² waren im ersten Halbjahr recht liquide und werden vor allem von opportunistisch ausgerichteten Investoren oder mit Blick auf Manage-to-Green-Ansätze nachgefragt. Projektentwicklungsankäufe finden weiterhin statt und erreichten im ersten Halbjahr einen Anteil von 25 % am Transaktionsvolumen. Auffällig ist dabei, dass mehr als 80 % des Ankaufsvolumens bei Projektentwicklungen auf Wohnungsunternehmen der öffentlichen Hand entfielen. Viele Core-Investoren bevorzugen derzeit hingegen moderne Bestandsobjekte. Insgesamt ist über alle Risikoklassen hinweg ein breites Angebot am Markt, dessen Absorption jedoch Zeit benötigt, denn Transaktionsprozesse bleiben langwierig. Das volatile geopolitische und wirtschaftliche Umfeld sowie die Zinsentwicklung erschweren vielfach die Preisfindung und Vertragsverhandlungen. In jedem Fall ist die Dynamik vom Jahresanfang durch die Folgen des Iran-Kriegs unterbrochen worden und einer durchwachsenen Stimmung der Marktteilnehmer gewichen. Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Transaktionsvolumen auf dem Niveau des Vorjahres.“

Ergänzende Grafiken und Daten zu dieser Pressemeldung finden Sie in unserem Online-Dashboard zum Immobilieninvestmentmarkt.

* Nur Transaktionen mit mindestens 20 Wohneinheiten.

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